Der Klimawandel...

...Führt dazu, dass sich die Erde erwärmt

Die globale Durchschnittstemperatur könnte sich um einige Grad bis Ende des Jahrhunderts erhöhen. Der Meeresspiegel steigt an.

...lässt Wetter-extreme vermehrt auftreten

Wetterextreme wie Dürren, Überschwemmungen oder Stürme treten nicht nur häufiger auf sondern auch stärker.

...bedroht die Möglichkeiten eines friedlichen Zusammenlebens

Wassermangel, Ernteausfälle - die Lebensgrundlagen vieler Menschen sind schon heute vom Klimawandel bedroht. Die Zahl der Klimaflüchtlinge steigt.



was ist der Klimawandel?

Klimawandel ist auf der Erde nichts Neues. Die Temperaturänderungen passierten aber sehr langsam und die Natur hatte genug Zeit sich anzupassen. Der heutige Klimawandel ist anders: Die vom Mensch gemachte globale Erwärmung passiert sehr schnell und die Folgen für die Umwelt und die Menschen sind gravierend. Klimawissenschaftler haben einen Anstieg der Erdtemperatur um 0,9° über die letzten 100 Jahre gemessen. Wenn die Menschheit alle fossilen Energieträger nutzt, werden bis zu 6,5 oder sogar 8 Grad Temperaturerhöhung bis 2100 erwartet.

 

Verursacht wird der Klimawandel durch den Treibhauseffekt.


DER TREIBHAUSEFFEKT

Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4). Diese Treibhausgase halten die Wärmestrahlung der Sonne auf der Erde fest. Man könnte sich die Treibhausgase wie ein Glasdach in einem Gewächshaus vorstellen – Lichtstrahlung von der Sonne kommt hindurch, vom Boden reflektierte Wärmestrahlung aber wird festgehalten. Die Erde erwärmt sich.

Auch der Treibhauseffekt ist nichts Neues. Allerdings verstärken die Menschen den Treibhauseffekt sehr stark, indem sie Treibhausgase verursachen.


WIE VERURSACHT DER MENSCH DIE ERDERWÄRMUNG?

Das wichtigste vom Mensch verursachte Treibhausgas ist Kohlenstoffdioxid (CO2). Es entsteht vor allem bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas. Diese Energieträger spielen immer noch eine große Rolle für die Beheizung vieler Wohnungen und Häuser, bei der Stromerzeugung, für unsere Fortbewegung und für die Herstellung unserer Lebensmittel und der vielen Dinge, die wir im Alltag benutzen. 

 

Das zweitwichtigste Treibhausgas ist Methan (CH4). Es entsteht bei der Erdgasförderung und wird z.B. von Rindern bei der Verdauung ausgestoßen. Die vom Mensch verursachten Treibhausgasemissionen sind vor allem seit den 1950ern massiv angestiegen.

 

 

Menge und Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre werden häufig in CO2-Äquivalenten (CO2-eq) angegeben. Dieser Wert drückt die Treibhauswirksamkeit aller Treibhausgase in einer Menge CO2 mit selber Treibhauswirkung aus. Die Klimaschädlichkeit unserer Leben- und Wirtschaftsweise kann so mit einem einzelnen Wert ausgedrückt werden.


Woher weiß man, dass es den Klimawandel wirklich gibt?

Forscher beobachten die Erde seit einigen Jahrzehnten mit Messstationen auf der ganzen Erde. Mit Hilfe von Eisbohrkernen z.B. in der Antarktis können sie auch noch weiter in die Vergangenheit blicken. Die im Eis eingeschlossenen Luftbläschen geben Aufschluss über die CO2-Konzentration der Atmosphäre zur Zeit des Einschlusses. So lässt sich nachweisen, dass es in den letzten 800.000 Jahren keine so hohe Konzentration gab wie heute. Spannend ist auch der Prozess der Koordinierung und Qualitätssicherung der Wissensbasis zum Klimawandel: Der Weltklimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) trägt ca. alle 5 Jahre alle neuen Erkenntnisse zum Klimawandel, die wissenschaftlichen Standards entsprechen, in einem Sachstandsbericht zusammen – eine perfekte Wissensbasis für Entscheidungsträger.

 

Zum Bericht geht's hier entlang...


was passiert mit unserer Erde?

Der international renommierte Klimaforscher Schellnhuber formuliert die Lage so:

„Es steht die Fähigkeit des Erdsystems auf dem Spiel, der menschlichen Zivilisation weiterhin die stabile Lebensgrundlage zu bieten, die ihr Entstehen erst ermöglicht hat. Wenn wir die Kurve nicht kriegen, kollidieren wir mit den planetarischen Leitplanken.“

 

Am empfindlichsten trifft der Klimawandel bislang die ärmsten Menschen der Erde in Afrika oder Asien, die direkt auf ihre Ernte aus der Landwirtschaft angewiesen sind. Die UN geht davon aus, dass in Zukunft allein durch den Klimawandel bis zu 200 Millionen Menschen auf der Flucht sein werden, weil sie in ihrer Heimat keine Lebensgrundlage mehr haben (vgl. 2017: 65 Mio Menschen). Manche Soziologen sehen für uns die größte Herausforderung darin, wie wir friedlich Zusammenleben können in Zeiten solcher Wanderungsbewegungen.

 

Natürlich darf es nicht soweit kommen. Deshalb braucht es einen wirklichen Wandel – eine große Transformation.

 

Erfahre mehr dazu, wie wir das Klima schützen können.