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Vegan bei den Eltern mit Luka

„Ich bin empört und irgendwie wütend, als ich auf mein Handy schau und die private Nachricht als Reaktion auf meine gerade geteilte Instagram Story sehe. „Was hat Klimaschutz mit vegetarischer/ veganer Ernährung zu tun?“, schreibt mir eine Followerin. Meine Gedanken im Kopf: „Kann es denn wirklich sein, dass es im Jahr 2021 wirklich noch Menschen gibt, die scheinbar nichts von dem hohen Ausstoß von CO2 Emissionen durch die Fleischproduktion gehört haben?“


Das berichtet Luka, die auf Instagram ihre Gedanken zum Thema Klimaschutz, vegane Ernährung und Klimaflüchtlinge teilte. Daraufhin schloss Luka sich für ihre Handprintchallenge mit 12 Follower:innen zusammen und gemeinsam ernährten sie sich für 30 Tage vegan.


Doch bereits davor, während ihrer Footprintchallenge, ernährte sie sich einen Monat überwiegend vegan: „Ich lebe momentan bei meinen Eltern und da ist das mit dem veganen Mittagessen manchmal echt schwierig. Aber wenn es möglich ist und vor allem wenn ich selbst koche, koche ich vegan. Ich habe mir die Regel aufgestellt, dass ich dankend mitesse, wenn jemand anderes aus dem Haushalt kocht. Bei dem Thema Fleisch ist meine Familie echt rücksichtsvoll und es gab diesen Monat immer auch eine vegetarische Variante. Ich finde, da ist es auch echt einfach, das Gericht abzuwandeln und das Fleisch für meine Portion weg zu lassen. Bei der veganen Ernährung muss man oft einen komplett anderen Ansatz wählen, weil das Ei oder die Butter zum Beispiel schon im Teig versteckt sind. Am Esstisch gab es dann auch Diskussionen, ob die zwei Packungen Kokosnussmilch aus Südamerika in meinem Rezept überhaupt besser für die Umwelt seien als die deutsche Sahne. Ich glaube, da lässt es sich tatsächlich auch streiten. Aber ich glaube, dass genau diese Diskussionen uns weiterbringen und ich möchte nicht aufhören mich mit dem Thema auseinander zu setzen. In der Zukunft und auch nach den 30 Tagen Challenge möchte ich weiter auf meine Ernährung achten und auf so manch eine vegane Alternative wechseln, wie zum Beispiel die Hafermilch. Die habe ich nämlich sehr lieben gelernt.“


„Die Lehrveranstaltung #climatechallenge hat mich positiv und vielseitig bereichert. Das Thema Klimawandel wurde mir deutlich wichtiger und das Bewusstsein für meine Verantwortung größer. Ich kam in den Austausch mit anderen Studierenden, auch aus der Uni Konstanz und konnte von Tipps, Ideen, Anregungen von anderen profitieren. Das bewusste Befassen mit dem Thema durch die wissenschaftlichen Artikel und das Schreiben der Dokumentation lässt mich Fakten weniger schnell vergessen und hat meine Lebensweise nachhaltig geprägt.


Auch in Bezug auf meinen Studiengang Bauingenieurwesen verspüre ich eine große Verantwortung. Kaum ein Bereich schadet dem Klima so sehr, wie der Hoch- und Tiefbau. Es gibt viele innovative Ideen, die in der Zukunft ein großes Thema sein werden, wie zum Beispiel der Einsatz von Lehm. Leider steht bei Baumaßnahmen oftmals die kostengünstige Variante vor der umweltschonenden Variante.
Ich bin gespannt, wie sich die Branche entwickeln wird und ich freue mich darauf, ein Teil dieser Veränderung zu sein. Die erste Aufgabe ist über den Klimawandel zu diskutieren, auch in der Baubrache. Sich gemeinsam mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen zu beschäftigen und einen möglichst großen Handabdruck zu hinterlassen. Wir sind gemeinsam in einem Boot, was die Auswirkungen betrifft, aber auch gemeinsam auf einem guten Weg zu einer besseren Zukunft. Das hat mich die #climatechallenge gelehrt und dafür bin ich sehr dankbar.“

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