2300 km später - Anne ist angekommen!

Vom 20. Juli bis zum 13. August war Anne unterwegs und es erscheint ein Artikel nach dem nächsten über Sie und ihre Fahrradreise mit Karl, dem Fahrrad. „Körperlich geht es mir echt top! Ich bin echt drin, einfach jeden Tag Fahrrad zu fahren (...) und ziemlich glücklich.“, so Anne zur Redaktion.
Mit einer gut durchgeplanten Route und nur wenig Gepäck startete Anne ihr Abendteuer in Leonberg. 1060 km deutsche Radwege und weitere 1240 km in Skandinavien lagen vor ihr. Inzwischen ist Anne in Trondheim angekommen, wo sie ihren Master, und damit einen neuen Lebensabschnitt, beginnen möchte.

 


Langsam reisen

Anne bekräftigte Tag täglich ihre Aussage: „Radfahren ist langsam genug, um die Umgebung wahrnehmen zu können und schnell genug, um voranzukommen.“
So schwärmte sie in Norddeutschland von „viel Backstein, (...) weite(n) Felder, satte(n) Farben,
schattige Alleen und ein Gestüt oder Reiterhof am nächsten“; nach Überfahrt mit der Fähre nach Malmö dann vom „Weg am Meer, (...) Nadelwälder(n) und offene(n) Wiesenlandschaften“. Sie
bemerkt: „Irgendwie verrückt, dass „gerade einmal“ 9,5 Stunden Fähre zwischen diesen beiden Welten liegen.“ Doch bald darauf erreichte sie ebenfalls die Höhenmeter und damit auch die Fjorde.



Alleine reisen

Allein auf der Reise war Anne nur selten. So ergaben sich meistens Schlafplätze bei Bekannten in den Zielorten der einzelnen Etappen und oftmals wurde sie sogar von der Familie und Freunden auf Etappen begleitet.
Zusammen mit dem Mann, der ihr das Fahrradfahren beigebracht hatte, ihrem Papa, begann die Reise in Leonberg für die erste Etappe bis nach Mannheim. Durchschnittlich hatte Anne vor, jeden Tag etwa 80 – 100 km zu schaffen, wobei die längste Strecke 155 km betrug: Von Mainz nach Bonn. Weiter fuhren mit ihr vereinzelte Etappen in Deutschland die Pina und die Anna und in Skandinavien allen voran die Lisa.



„Rückenwind“ und „Gegenwind“

Anne berichtete täglich in ihrem Blog über die vielen Eindrücke und Erlebnisse ihres Abenteuers. Dabei beinhaltet eine „Fahrradtour“ natürlich die schönen Erinnerungen, die Anne geblieben sind, welche wir fortan als „Rückenwind“ bezeichnen werden. Egal, ob diese spontane Badepausen an Seen beinhalten, Festivals, kleine Sightseeing-Touren, Highlights wie das Bullerbü-Land oder der Weg über eine KZ-Gedenkstätte, nette Fahrradhändler, Zöllner oder die treuen Mitreisenden; Anne nimmt alles mit! Und auch über die Nachrichten von Familie, Freunden und Bekannten freute sie sich täglich.
Folglich erlebte Sie genauso den „Gegenwind“ von Radreisen. So hatte Karl, das Fahrrad direkt am Anfang, sowie nochmals in Hamburg, jeweils einen Speichenbruch, welche die Fahrradreise dementsprechend aufhielt. Auch der klassische „Platten“ am Rad blieb nicht aus.


Doch Anne hielten solche Kleinigkeiten wenig auf! Beim Lesen des Blogs bekommt man fast gar den Eindruck, als hätte Anne den „Gegenwind“ kaum gespürt, da sie sich bewusst auf den „Rückenwind“ ihres Pionier-Projekts konzentrierte.

Anne ist am Ziel angekommen. Die Vorfreude auf das neue Leben in Norwegen, ihrer „neuen Heimat“, wie sie es so schön formulierte, war vorn herein und ist ihr immer noch sichtlich anzumerken!

Wir freuen uns mit Anne über die Bewältigung eines solchen Pionierprojekts und hoffen, dass sie sich in Trondheim gut eingelebt hat bisher!

 

 


Übersicht der Etappen von Anne:
Leonberg – Mannheim – Mainz – (Koblenz) - Bonn – (Köln) – Düsseldorf – Münster – Bielefeld – Hannover – Lüneburg – Hamburg – Lübeck – Malmö – Göteborg – Oslo - Trondheim

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