2300 km mit dem Rad nach Norwegen

Es sind die letzten Tage in Konstanz für Anne, bevor sie ihre Radreise nach Trondheim startet. 2300 km in 26 Tagen. Wir haben uns mit ihr getroffen, um mehr darüber zu erfahren, warum sie sich dazu entschieden hat, mit dem Fahrrad nach Trondheim (Norwegen) zu fahren.


Über Anne…
Diesen Sommer hat sie ihren Abschluss in Umwelttechnik und Ressourcenmanagement an der HTWG Konstanz absolviert. In ihrer Freizeit geht sie klettern, bouldert, wandert, fährt Rennrad und engagiert sie ehrenamtlich u.a. bei GermanZero.
Im Sommer beginnt sie ihren Master in Trondheim und hat sich entschieden eine „kleine“ Radtour daraus zu machen.

 

„Das Rad ist schon eine tolle Erfindung!“

 

Wie alles begann…
Für Anne war klar, dass sie nicht mit dem Flugzeug in den Norden umziehen würde. Also blieb nur noch der Zug oder das Auto. Bei einer Radtour mit einer guten Freundin um den Obersee kam ihr dann das erste Mal der Gedanke, dass sie ja auch mit dem Rad nach Norwegen fahren könnte. Aus einer spontanen Idee wurde mit der Zeit ein fester Plan: in 26 Tagen mit dem Fahrrad von Stuttgart nach Trondheim.


„Irgendwann hatte ich so vielen Menschen von meiner Idee erzählt, dass ich nicht mehr zurückkonnte.“


Allein Reisen
Am 20. Juli geht es los. Die erste Etappe wird sie von ihrem Vater begleitet. Auch im Laufe der Strecke werden sie immer wieder Freund:innen für ein paar Tage begleiten, einen großen Teil jedoch fährt sie allein. Ob sie es aushält, tag täglich stundenlang mit ihren eigenen Gedanken allein zu sein, darüber hat sie sich noch keine Gedanken gemacht. „Aber ich kann ja Podcasts hören, oder telefonieren.“ Alleine im Zelt zu schlafen ist auch kein Problem, denn „wenn ich abends müde im Schlafsack liege, habe ich vermutlich keine Kraft mehr, mir über unbekannte Geräusche Sorgen zu machen.“


Langsam reisen
Vier erlebnisreiche Jahre Konstanz liegen hinter Anne. Für sie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der Umzug mit dem Fahrrad erlaubt ihr, sich in gewisser Weise von Konstanz zu verabschieden und sich auf den neuen Abschnitt in Norwegen vorzubereiten.


„Radfahren ist langsam genug, um die Umgebung wahrnehmen zu können und schnell genug, um voranzukommen.“


Auf die Anmerkung, dass es schon sehr sportlich ist, täglich durchschnittlich 100km zu fahren, erwiderte sie nur „Ich habe ja den ganzen Tag Zeit. Ich habe ja sonst nichts zu tun. Ich muss einfach nur Fahrrad fahren.“


Spendenaktion GermanZero
Mit ihrer Radreise möchte Anne nicht nur Emissionen sparen, sondern auch Spenden für „GermanZero“ sammeln, wo sie letztes Jahr ehrenamtlich aktiv war. GermanZero ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO), die Kommunen und Städte auf dem Weg zur Klimaneutralität begleitet.


Weitere Informationen
Auf ihrem Instagram-Account @annegoestrondheim und ihrem Bog wird Anne ihre Fahrt dokumentieren. Also schaut vorbei, wenn ihr mehr über sie und ihre Reise erfahren wollt.


Wir drücken jedenfalls die Daumen, dass alles gut geht und werden euch in folgenden Artikel auf dem Laufenden halten. Seid gespannt!

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