#climatechallenge als Beitrag zu Hochschullehre und CSR

Markus Szaguhn und Maike Sippel aus dem #climatechallenge-Team (Fachgebiet Nachhaltige Ökonomie der Hochschule Konstanz) haben zusammen mit Thomas Wöhler (Universität Konstanz) einen neuen Artikel veröffentlicht: „Mit #climatechallenge zu mehr CSR? Ein innovatives Lernformat für Verantwortungsübernahme in der großen Transformation“

 

 

 

Ein Doppelstrategischer Ansatz für das Klimaschutzhandeln

 

Die Klimakrise erfordert eine Große Transformation hin zu einer klimafreundlichen Gesellschaft. Pioniere des Wandels sind wichtige Akteure in dieser Transformation. Sie können den Wandel mit einer Doppelstrategie anstoßen: Zum einen können sie ihre persönliche CO2-Bilanz verbessern (Fußabdruck), zum anderen können sie sich als Bürger*innen engagieren und sich für strukturelle Veränderungen einsetzen, die den Klimaschutz für alle einfacher machen (Handabdruck).

 

 

Vorstellung des Formats #climatechallenge

 

Das Lern- und Lehrformat #climatechallenge führt die Teilnehmer über 30-tägige Veränderungsexperimente zunächst in eine Footprint-Aktion ein. Während ihrer Experimente (z.B. autofrei, Verzicht auf emissionsreiche Lebensmittel) stoßen die Teilnehmenden meist auf strukturelle Barrieren. In einer zweiten Phase werden die Teilnehmer aufgefordert, Aktivitäten zu entwickeln und umzusetzen, um auf den Abbau dieser strukturellen Barrieren hinzuwirken. Diese Doppelstrategie vom Fußabdruck zum Handabdruck eröffnet eine neue Perspektive auf Veränderungspotenziale. Eine erste Studie zeigt, dass es einen Langzeiteffekt gibt: Ökologisches Bewusstsein, Selbstwirksamkeit und Umweltverhalten waren nach der Teilnahme an einer #climatechallenge leicht erhöht.

 

 

Bedeutung #climatechallenge für CSR und Transformationsprozesse in Unternehmen 

 

Die neuen Denk- und Handlungsmuster, die die Teilnehmenden während ihrer #climatechallenge entwickelt haben, können sie später in den Unternehmenskontext übertragen. Unternehmen stehen vor den Herausforderungen der Klimakrise. Sie sind zunehmend auf Mitarbeiter angewiesen, die mit kritischem Denken, Pro-Aktivismus und einer Perspektive auf die oben erwähnte Doppelstrategie innerbetriebliche Transformationsprozesse gestalten und vorantreiben. Die #climatechallenge hilft dabei, dieses Pionierdenken im Hochschulkontext einzuüben, um es später im Arbeitsalltag anzuwenden.

 

 

Weitere Infos: Springer-Gabler, Management-Reihe Corporate Social Responsibility

 

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