#RomysStory

Ich liebe Europa und vor allen Dingen habe ich mein Herz an Frankreich verloren. Deswegen führen die meisten meiner Reisen auch in das Land der Künstler, des feinen Essens und der Café philos.

In den letzten Jahren bin ich zumeist nach Frankreich mit dem Auto gereist, aber weil mein CO2-Fußabdruck nach wie vor bei 7 Tonnen im Jahr herumpendelt und ich bereits vegetarisch lebe, habe ich mir vorgenommen, meine Mobilität anders zu gestalten.

Ich habe einen Vergleich in der Tabelle festgehalten. Es ist dargestellt, wie es wäre mit dem Auto, dem Flugzeug oder mit der Bahn nach Marseille zu reisen. Eine Direktverbindung gibt es weder mit dem Flugzeug, noch mit der Bahn. Der Preisunterschied zeigt deutlich, wieso so viele Menschen mit dem Flugzeug fliegen. Es gibt keinerlei finanziellen Anreiz, sich umweltfreundlicher zu verhalten. Natürlich hängt das auch vom aktuellen Benzin-/Kerosinpreis und dem Zeitpunkt der Buchung ab. Als ich das erste Mal den Preis verglichen habe, gab es zwischen einer Flugreise und Bahnreise kaum eine Abweichung. Nach weiteren Recherchen und Preisvergleichen zwischen Airlines, hatte ich jedoch sehr schnell günstige Flüge gefunden. 
Was dann natürlich auch stark ins Gewicht fällt, ist der deutlich vermehrte Zeitaufwand. Die Werte zeigen zwar die Hin- und Rückreise zusammen, jedoch sind ca. 32 Stunden Reise mit der Bahn, inklusive Umstiege und Wartezeiten schon eine Menge Zeit.
Da gehen mir zwei Urlaubstage irgendwie „flöten“, aber vielleicht entdecke ich auf dieser Reise ja auch Frankreich nochmals von einer anderen Seite. Schließlich durchquere ich das ganze Land. Marseille liegt ganz unten im Süden der Côte d’Azur. Und in der Bahn kann ich lesen, Französisch sprechen, mir Zeit nehmen, andere Reisende kennenzulernen. Ich glaube der wichtigste Schritt ist, sich darauf einzulassen.

Was mich aber vor allen Dingen motiviert, ist die Tatsache dass ich CO2 Emissionen einsparen kann. Der Hin- und Rückflug zusammen ergeben etwas mehr als eine Tonne CO2! Mit dem Auto sind es immerhin noch 0,36 Tonnen und mit der Bahn gerade einmal 0,11 Tonnen.

Meine CO2  Emissionen reduziere ich von 6,49 Tonnen (davon 1,55 Tonnen Mobilität) auf 5,58 Tonnen (davon 0,64 Tonnen Mobilität) im Jahr. Das hat mich echt erstaunt. Und auch motiviert. Es ist nämlich wirklich möglich, sein Handeln zu verändern. Manches mag in politischer Hand liegen, aber manches ist einfach auch eine reine Willenssache. Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf Marseille und möchte andere dazu motivieren, ihre eigene Reise einmal mit der Bahn zu planen.

Amicalement, Romy

Kommentar schreiben

Kommentare: 0