#AlinasStory

Im Rahmen meiner #climatechallenge habe ich mir vorgenommen, mich einen Monat lang vegan zu ernähren.

 

Gerade am Anfang lernte ich viel über die vegane Küche und fand es richtig spannend, wie verschiedene Lebensmittel, wie zum Beispiel Eier, durch vegane Alternativen ausgetauscht werden können. Beim gemeinsamen Kochen mit anderen vegan lebenden Kommilitonen hatte ich immer viel Spaß und lernte eine Menge dazu. Zwei Highlights der gemeinsam gekochten veganen Gerichte waren eine Quiche mit Seidentofu als Eierersatz und ein veganer Geburtstagskuchen mit Apfelmus statt Eiern. Dafür war oft die Frustration groß angesichts des mangelnden veganen Angebotes in der Mensa, Restaurants und Supermärkten. Meine Angst vor negativen Reaktionen auf meine neue Ernährungsform und nervige Kommentare und Belehrungen zu dem Thema war zum Glück unbegründet. Meine Eltern waren zwar anfangs nicht sonderlich begeistert („Das ist ja noch schlimmer als vegetarisch zu sein!“), aber auch sie gewöhnten sich schnell daran. Meine Mutter fing zu meiner Freude sogar an, sich an der veganen Küche zu versuchen.

 

Nun zu den Ergebnissen: Die von mir während einer durchschnittlichen Woche zugenommenen Lebensmittel verbrauchen insgesamt etwa 7,7 Kilogramm CO2. Vor der Challenge verursachte ich wöchentlich 14,57 Kilogramm CO2, also fast doppelt so viel. Wäre ich vor der Challenge nicht schon Vegetarierin gewesen, wären die Einsparungen sogar noch deutlich höher gewesen!

 

Im Großen und Ganzen habe ich die Challenge gut durchgehalten, ich habe mir aber auch einmal die Woche eine Ausnahme gegönnt. Die Herstellung der Tierprodukte bedarf enorm viel Agrarfläche und Wassermengen, sodass es vielen Menschen an Wasser und Nahrungsmitteln fehlt. Dies und das Leid der Tiere in dieser Industrie sind Gründe, weshalb ich die Challenge noch nicht beende. Besonders aber motiviert mich die überraschende Erkenntnis, dass ich mit relativ wenig Aufwand meinen CO2-Fußabdruck um eine Viertel Tonne pro Jahr schmälern kann.

 

Anderen, die sich überlegen auf eine vegane Ernährung umzusteigen, rate ich dazu, am Anfang nicht zu streng mit sich selbst zu sein, da sonst rasch Frustration aufkommt. Trotzdem sollte man versuchen so wenig Ausnahmen wie möglich zu begehen, damit die vegane Ernährung bald ein fester und selbstverständlicher Bestandteil des Alltags wird. Das Wichtigste bei der Umstellung war für mich, Gleichgesinnte im Bekanntenkreis oder über Internetforen zu finden mit denen man sich austauschen kann und zusammen kochen kann.

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